Verlegung von Streifenparkett

Chevron- und Streifenparkettverlegung

Bei der Verlegung von Chevron-Parkett (französisches Fischgrätparkett) und Streifenparkett im Fischgrätmuster müssen Sie zusätzlich 10 % der sauberen Bodenfläche einplanen.

Für die Verlegung wird die Beauftragung eines professionellen Verlegers empfohlen. Diese Anleitung beschreibt die grundlegenden Anforderungen, deren Einhaltung einen schönen und langlebigen Parkettboden gewährleistet. Bei der Verlegung sind die allgemeinen Qualitätsanforderungen für die Ausführung von Innenausbauten gemäß RYL2013 zu beachten!

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

Bringen Sie die Parkettdielen einige Tage vor der Verlegung zum Verlegeort. So kann sich das Material an die Raumbedingungen anpassen. Prüfen Sie vorher die relative Luftfeuchtigkeit im Raum (sie sollte zwischen 35 und 60 % liegen), da diese nach dem Streichen sehr hoch sein kann. Lagern Sie die Parkettdielen in ihrer ungeöffneten Verpackung auf einer ebenen Fläche. Während und nach der Verlegung muss die Temperatur des Unterbodens, des Bodenbelags und des Raumes zwischen 18 und 22 °C liegen. Die relative Luftfeuchtigkeit muss zwischen 35 und 60 % betragen.

In Privathäusern, Wohnungen und Büroräumen mit modernen Lüftungs- und Heizsystemen ist die Luft in trockenen Monaten (Winterheizperiode) sehr trocken, und die relative Luftfeuchtigkeit kann sogar unter 35 % sinken. Übermäßige Trockenheit wirkt sich gesundheitsschädlich aus. Daher empfehlen wir, die Luftfeuchtigkeit in Räumen während trockener Monate künstlich zu erhöhen, beispielsweise mit einem Luftbefeuchter. In Ferienhäusern oder selten genutzten Räumen ist der Einsatz eines Heizsystems mit Feuchtigkeitsregler ratsam. Überschreitet die Luftfeuchtigkeit einen kritischen Wert, schaltet sich die Heizung automatisch ein.

UNTERBODEN

Betonboden

Bei einem Betonuntergrund muss sichergestellt werden, dass die Unebenheiten des Bodens innerhalb der üblichen Grenzen von ±2 mm pro 2 m liegen. Nach dem Betonieren muss der Beton unbedingt 1–2 Monate oder länger aushärten (abhängig von der Betonschichtdicke und den Trocknungsbedingungen). Zu Beginn der Montagearbeiten muss die relative Luftfeuchtigkeit unter 60 % liegen. Die Restfeuchte des Betons muss vor der Montage unbedingt gemessen werden. Vor Beginn der Montagearbeiten empfiehlt es sich, den Beton leicht anzuschleifen, um die Betonmilch zu entfernen. Dadurch wird die Haftung des Klebstoffs auf dem Beton deutlich verbessert.

Alter Betonboden

Ist der alte Betonboden glatt, darf die Unebenheit auf einer Länge von 2 m ±2 mm nicht überschreiten. Bei sauberem und trockenem Untergrund (max. 65 % relative Luftfeuchtigkeit) können die Parkettstreifen direkt auf den Unterboden geklebt werden. Ist der Unterboden nicht ausreichend glatt, siehe Abschnitt „Unebener Betonboden“. Bei Unsicherheiten bezüglich des Feuchtigkeitsgehalts des Betonbodens sind die gleichen Maßnahmen wie bei einem feuchten Betonboden zu ergreifen. Siehe Abschnitt „Feuchter Betonboden“.

Feuchter Betonboden: Sollte der Feuchtigkeitsgehalt des Unterbodens trotz Belüftung die zulässigen Grenzwerte überschreiten, müssen Sie nach möglichen Mängeln suchen und diese beheben. Um die Ursache der Feuchtigkeit zu ermitteln, gehen Sie wie folgt vor:

*prüfen, ob die äußere Feuchtigkeitsdämmung des Gebäudes in Ordnung ist;

*prüfen Sie, ob die Bodenisolierung nicht nass ist;

*prüfen Sie, ob die Feuchtigkeitsdämmung des Fußbodens intakt und korrekt installiert ist;

*prüfen Sie, ob Feuchtigkeit eindringt, beispielsweise durch die Balkontüren;

*Wenn sich im unteren Raum ein Schwimmbecken befindet, prüfen Sie, ob der Boden eine Feuchtigkeitsdämmung aufweist und ob diese in Ordnung ist;

*Prüfen Sie, ob im Fußboden Wärme- und Kältebrücken vorhanden sind.

Alle im Rahmen der anhand der vorherigen Liste durchgeführten Prüfungen festgestellten Mängel müssen vor der Verlegung des Bodenbelags behoben werden. Ist die Ursache der Feuchtigkeit Kapillarfeuchtigkeit, lässt sich die Situation durch eine Feuchtigkeitsisolierung des Bodenbelags geringfügig verbessern; dennoch darf die relative Luftfeuchtigkeit des Betonbodens 60–80 % nicht überschreiten.

Hinweis: Bei dieser Option ist zu beachten, dass überschüssige Feuchtigkeit im Unterboden ohnehin nach oben entweichen möchte. Kann die Feuchtigkeit nicht entweichen, dringt sie in die Wandkonstruktion ein und verursacht dort Feuchtigkeits- und Schimmelschäden.

Optionen zur Feuchtigkeitsisolierung:

*Epoxid-Grundierung - wird zur Feuchtigkeitsisolierung von Betonböden verwendet, z. B. Renove PU200 *Dachpappe (Polymer-Bitumen-Rollenmaterial) oder spezielle Klebematerialien, die auf den gesamten Unterboden geklebt werden.

Alternativ kann eine Folie verwendet werden, auf die eine Schicht wasserfestes Sperrholz aufgebracht wird. Der feuchtigkeitsbeständige Klebstoff muss vor dem Verkleben der Parkettleisten vollständig getrocknet sein.

Unebener Betonboden

Ist die Betonoberfläche rau, sollte sie geglättet oder, wenn möglich, geschliffen werden. Kleinere Unebenheiten lassen sich am besten mit einer Diamanttrennscheibe ausschleifen. Zum Ausgleichen verwendet man dafür geeignete Mischungen gemäß den Herstellerangaben. Generell gilt: Verwenden Sie Ausgleichsmasse so sparsam wie möglich und ausschließlich hochwertige Produkte. Beim Ausgleichen von Betonunebenheiten mit einer Ausgleichsschicht ist Vorsicht geboten, da sich eine unzureichend haftende Schicht durch den Klebstoff vom Beton lösen kann. Die Dicke der Ausgleichsschicht sollte mindestens 5 mm betragen. Nur hochwertige Mischungen mit einer Festigkeit von 50 N/mm² eignen sich zum Ausgleichen.

Sperrholz oder OSB

Bei Böden auf Holzbalken oder Beton wird eine Zwischenschicht aus Sperrholz oder OSB-Platten verlegt. Die Platten werden mit Holzschrauben an den Balken befestigt und bei Beton zusätzlich verklebt. Alternativ können sie auch mit Dübeln verbunden werden. Dübel dürfen bei Betonböden mit Fußbodenheizung nur verwendet werden, wenn die genaue Lage der Heizungsrohre bekannt ist oder die Betonschichtdicke die Dübellänge nicht überschreitet. Spanplatten sind nicht optimal, da sie eine geringere Feuchtigkeitsbeständigkeit aufweisen und sich in ihrer Länge von Holz unterscheiden. Beim Verlegen der Platten werden Dehnungsfugen von 3–5 mm gelassen. Sperrholzplatten (1525 x 1525 mm) müssen vor der Verlegung in vier kleinere Stücke geschnitten werden, wenn sie auf Beton verklebt werden.

Holzunterboden

Prüfen Sie zunächst, ob der Unterboden aus Dielen als Basisschicht geeignet ist. Die Unebenheit darf auf einer Länge von 2 m ±2 mm nicht überschreiten. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, muss der Boden durch Spachteln oder Abschleifen der Löcher ausgeglichen werden. Bei größeren Unebenheiten ist eine zusätzliche Dielenschicht aufzutragen. Stellen Sie sicher, dass der Unterboden stabil ist. Vor dem Verkleben muss der Boden mit einem leicht feuchten Tuch und Reinigungsmittel gereinigt werden. Der Verleger/Eigentümer ist dafür verantwortlich, dass die Umgebungsbedingungen am Verlegeort sowie die Festigkeit und die physikalischen Eigenschaften des Unterbodens für die Verlegung geeignet sind. Der Parketthersteller haftet nicht für Materialprobleme, die durch den Zustand des Unterbodens, des Untergrunds oder des Verlegeorts, durch ungeeignete Umgebungsbedingungen während oder nach der Verlegung verursacht werden. Alle Untergründe müssen trocken, sauber, intakt, tragfähig und eben sein. Die Produktgarantie erlischt, wenn die Anforderungen an die Umgebung und den Unterboden bei der Verlegung nicht beachtet wurden.

INSTALLATION

Abstand zu Wänden und anderen festen Gegenständen

Die Dehnungsfuge zwischen Parkettboden und Wänden sowie daran befestigten Gegenständen hängt von der Raumgröße und dem Raumklima ab und beträgt idealerweise 10–20 mm. Die Dehnungsfugen werden mit Sockelleisten abgedeckt oder mit einer geeigneten, farblich passenden elastischen Fugenmasse verfüllt (in diesem Fall muss eine 5 mm breitere Dehnungsfuge belassen werden). Bei der Verlegung von Fischgrätparkett und anderen Standardparkettarten beginnt man in der Raummitte. Zuerst verlegt man die Dielen (z. B. Fichte) in der Mitte und setzt die Verlegung dann beidseitig zur Wand hin fort.

Für ein optimales Verlegeergebnis ist es wichtig, die ersten Reihen präzise und sauber zu verlegen. Der Winkel muss stets gleich bleiben. Bei Fehlern summieren sich Abweichungen in den folgenden Reihen. Die Fliesen werden direkt vor der vorherigen Reihe mit Kleber befestigt und so angedrückt, dass die kurzen und langen Seiten bündig mit den anderen Fliesen abschließen. Die Verlegerichtung verläuft üblicherweise zum Hauptfenster des Raumes. Muster 1: Verlegerichtung festlegen. Beginnen Sie an den Seitenwänden und bestimmen Sie die Raummitte. Verlegen Sie beim Verlegen mehrere Bahnen im Fischgrätmuster und markieren Sie die Raummitte mit Markierungsband (diese markiert die Mitte des Fischgrätmusters). Um diese Hauptlinie im Raum zu erstellen, tragen Sie Kleber auf den Unterboden auf und verlegen Sie das erste Fischgrätmuster exakt an der richtigen Stelle und im richtigen Winkel. Diese Hauptlinie („Fischgrätmuster“) muss entlang der gesamten Raummitte verlegt werden.

Schritt- und Stoßdämpfung

Es besteht keine besondere Notwendigkeit, den Trittschall zu reduzieren und Stöße abzufedern (Gummi-/Kork- oder Korkplattenrollenmaterial), da das Gehen auf einem Massivholzboden nicht so laut ist wie auf Laminat- und Parkettböden.

Parkettverklebung

Beim Verkleben von Parkett empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Parkettklebers, der eine elastische Verbindung mit dem Untergrund gewährleistet. Bei stark saugfähigem Untergrund ist eine Grundierung mit dem speziell dafür entwickelten Primer Renove 200 (passend zum verwendeten Kleber Renove Ms Elastik 400) ratsam.

Die Verlegung von Parkett beginnt mit dem Ausmessen der Raummitte. Markierlinien dienen dazu, die Startlinien auf dem Untergrund festzulegen. Der Kleber wird mit einem für die jeweilige Parkettart geeigneten Klebekamm aufgetragen. Der Auftrag erfolgt in 20–30 cm langen Abschnitten – der Klebestreifen muss über das Parkett hinausragen. Die benötigte Menge an Kleber hängt von der Art des Klebers (Trocknungsgeschwindigkeit), der Saugfähigkeit des Untergrunds sowie von Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Bei unebenem Untergrund kann die Haftung des Klebers deutlich beeinträchtigt sein.  

Die Parkettstreifen dürfen nicht an die Nut- und Federverbindung geklebt werden.

Die Parkettleisten werden mit Klebstoff auf den Untergrund geklebt und im 45°-Winkel mit Nut und Feder vernagelt (bei Sperrholz- und OSB-Untergründen). Bei Betonuntergründen wird ausschließlich Klebstoff verwendet. Alle Parkettleisten müssen sorgfältig auf das Klebekissen gedrückt werden, um eine feste Haftung zu gewährleisten. Nach dem Verkleben muss der Boden beschwert werden (z. B. mit Sandsäcken oder unbenutzten Parkettpaketen). Falls Klebstoff auf die Parkettoberfläche gelangt, muss dieser sofort mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, um Verfärbungen des Holzes zu vermeiden.

Nach dem Verkleben des Parketts muss der Boden je nach verwendetem Klebstoff 1 bis 7 Tage trocknen. Erst dann kann mit dem abschließenden Schleifen und der Oberflächenbehandlung begonnen werden.

Beheizter Betonboden

Falls die ersten Reihen nicht mechanisch befestigt werden können, werden je nach Parkettart am Vorabend ein bis drei Reihen verklebt. So sind die ersten Reihen bis zum Morgen fest fixiert und der Hauptteil kann verlegt werden: Jede neu verlegte Parkettdiele muss fest mit der vorherigen verbunden werden. Die Fußbodenheizung muss die Wärme gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilen; die Oberflächentemperatur (auch unter Teppichen und Möbeln) darf 27 °C nicht überschreiten. Bei Fußbodenheizung ist die Verwendung einer Haftgrundierung unerlässlich, um eine bessere Haftung zwischen Beton und Parkett zu gewährleisten.

Zukünftig müssen Sie außerdem darauf achten, dass die Fußbodenheizung nicht zu abrupt angepasst wird – die Temperatur sollte nicht schneller als 3–4° C pro Tag erhöht werden.

Achtung! Achtung! Die Verlegung von Parkett aus Buche, Ahorn, Jatoba, Akazie und Sibirischer Lärche auf Fußbodenheizung wird nicht empfohlen, da diese Holzarten nicht ausreichend formstabil sind. Auch Parkett aus Fichte und Kiefer ist nicht optimal, da diese Holzarten Wärme relativ schlecht leiten.

Verwendung von Klebstoffen

Zum Verkleben von Parkett empfehlen wir die Verwendung eines speziellen Parkettklebers, zum Beispiel Renove 400. Zum Grundieren verwenden Sie zum Beispiel Renove PU200.

Parkettschutz

Unmittelbar nach der Verlegung der Dielen muss der Boden vollständig mit Baupappe abgedeckt werden, um ihn vor Verschmutzungen bis zum Abschluss der Endbearbeitung zu schützen. Bei werkseitig verlegtem, zweischichtigem Parkett empfiehlt es sich, zunächst eine Schicht finnische Pappe zu verlegen und diese anschließend mit Baupappe abzudecken. Dies verhindert Kratzer auf dem Boden während der weiteren Malerarbeiten.

Die Garantie für verlegte Holzböden ist gültig, wenn die Pflege- und Nutzungshinweise für Holzböden befolgt wurden:

Die Garantie deckt keine natürliche Abnutzung der Oberflächenbeschaffenheit oder Mängel ab, die durch unsachgemäße Wartung und Installation verursacht wurden.

Die relative Luftfeuchtigkeit im Raum sollte zwischen 40 und 60 % liegen.

Verwenden Sie Luftbefeuchter, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Die Raumtemperatur sollte zwischen 18 und 24 °C liegen.

In einem Raum mit Fußbodenheizung darf die Oberflächentemperatur des Holzparketts 27°C nicht überschreiten.

Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen führt zum Erlöschen der Garantie.